Geopark M√ľllerthal

1. Projektbeschreibung

Mit dem Projekt ‚ÄěGeopark‚Äú, das auf die Konzeption und Umsetzung eines Naturparks M√ľllerthal zielt, wird den landschaftlichen Eigenheiten und geologischen Besonderheiten der Region M√ľllerthal auf bislang einmalige Weise Rechnung getragen.

Geoparke sind laut Definition der Europ√§ischen Geopark-Charta Gebiete, die sich durch einen besonderen geologischen Reichtum auszeichnen, d.h. eine bestimmte Anzahl an seltenen geologischen Erscheinungen mit √§sthetischem, erzieherischem oder wissenschaftlichem Wert vorweisen k√∂nnen. Es handelt sich dabei um ein Ph√§nomen, das auf europ√§ischer Ebene bereits sehr verbreitet ist und im Rahmen des 2000 gegr√ľndeten Europ√§ischen Geopark- Netzwerks Ausdruck findet. In Luxemburg gibt es bislang noch keine als Geopark anerkannten Gebiete.

Die Idee, in der Region M√ľllerthal einen Geopark einzurichten, entstand im Zusammenhang mit dem derzeitig parallel verlaufenden Prozess zur Naturparkgr√ľndung. Die Geologie, die in der Region sehr markant ist, wird im zuk√ľnftigen Naturpark M√ęllerdall eine wichtige Rolle spielen. Der Projekttr√§ger und die Mitarbeiter k√∂nnen dabei von den Erfahrungen profitieren, die bereits in anderen Regionen mit der Konzeption von Geoparken gemacht wurden. Durch Exkursionen in den Geopark Vulkaneifel, in den Natur-und Geopark Eisenwurzen (√Ėsterreich) sowie in die Brenzregion als Teil des Geoparks ‚ÄěSchw√§bische Alb konnten die Akteure aus der Region M√ľllerthal in den vergangenen Jahren schon viele Eindr√ľcke sammeln.

 

 

(c) Birgit Kausch

 

2. Durchgef√ľhrte Ma√ünahmen und Aktivit√§ten

2.1 Geologische Bestandsaufnahme

Von allen Projektbeteiligten wurde es als grundlegend und wichtig empfunden, zun√§chst eine Bestandsaufnahme zur Geologie in der Region durchzuf√ľhren. Ein vergleichbares Dokument gab es zum Zeitpunkt des Projektbeginns nicht. Dem Laien fallen die markanten und bizarren Felsformationen des Luxemburger Sandsteinsteins oft zuerst ins Auge ‚Äď die Region hat dar√ľber hinaus jedoch noch einen weit gr√∂√üeren geologischen Reichtum, den es im Rahmen der Bestandsaufnahme zu kartieren gab.

 

2.2 Studien und Konzeptentwicklungen

Die Ergebnisse der geologischen Bestandsanalyse haben gezeigt, dass die Region √ľber eine reiche naturr√§umliche und kulturelle Ausstattung verf√ľgt, die eng mit der Geologie verkn√ľpft ist. Das Potential dieser Ausstattung ist jedoch bislang - bis auf einige Ausnahmen (in Form von thematischen Lehrpfaden oder Informationstafeln) - noch kaum erschlossen.

Aus den Ergebnissen lie√ü sich zudem die Aussage ableiten, dass das geologische Potential der Region grunds√§tzlich so gro√ü ist, dass die Region einen Antrag auf ein UNESCO-Geopark-Label stellen k√∂nnte ‚Äďzun√§chst aber in der Region eine Reihe von Ma√ünahmen und Aktivit√§ten im Vorfeld notwendig w√§ren bevor √ľber einen Antrag weiter nachgedacht werden k√∂nnte.

Ergebnisse:

  • ‚ÄěEntwicklung eines geologischen Konzeptes f√ľr einen Geopark M√ľllerthal‚Äú von Birgit Kausch
  • ‚ÄěMachbarkeitstudie f√ľr einen Geoparks M√ęllerdall‚Äú vom B√ľro √ĖAR, Regionalberatung GmbH

 

2.3 Aktivitäten in den einzelnen Gemeinden

Neben der sehr starken konzeptionellen Ausrichtung des LEADER-Projektes ‚ÄěGeopark M√ľllerthal‚Äú war es den Verantwortlichen wichtig, erste greifbare und sichtbare Ergebnisse im Projekt zu verwirklichen. Die in Auftrag gegebenen Studien und Konzeptentwicklungen waren essentiell wichtig um das Thema Geologie in Zukunft in der Region M√ľllerthal sinnvoll weiter zu entwickeln ‚Äď das Projekt sollte aber aus mehr als Studien bestehen. Daher wurden zus√§tzlich konkrete Aktivit√§ten zu Thema Geologie in der Region angeboten. Es konnten gleichzeitig erste Erfahrungen gesammelt werden, wie z.B. die Angebote angenommen werden, welche Aktivit√§ten mehr Interesse und Besucher finden als andere und wie f√ľr die Aktivit√§ten geworben werden kann.

 

2.4 Fachexkursionen

Während der Projektlaufzeit wurden insgesamt drei Fachexkursionen organisiert.

 

3. Ziele:

Folgende Ziele, konnten mit der Umsetzung des Projektes erreicht werden:

  • Durchf√ľhrung einer geologischen Bestandsanalyse
  • Kl√§rung des Potentials in der Region f√ľr eine UNESCO-Geopark Beantragung
  • Konzeptentwicklung f√ľr einen m√∂glichen Geopark M√ęllerdall
  • Zusammenspiel Naturpark ‚Äď Geopark : Kl√§rung der wichtigsten Fragen
  • F√∂rderung und Weiterentwicklung des geologischen Erbes der Region M√ľllerthal
  • Sensibilisierungsaktionen f√ľr das Thema Geologie
  • Umsetzung erster Ideen f√ľr Angebote zum Thema Geologie in der Region M√ľllerthal (sowohl f√ľr Touristen als auch f√ľr Einheimische)
  • Zusammenarbeit mit dem Tourismus: Ideenentwicklung f√ľr k√ľnftige geotouristische Angebote
  • Schutz nat√ľrlicher und naturnaher Lebensr√§ume sowie Erhalt der Kulturlandschaft

 

 

4. Daten und Fakten

Projektträger:          

Regional Initiativ M√ęllerdall ‚Äď RIM asbl.¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†

 

 

30, route de Wasserbillig                              

L-6490 Echternach                           

Tel.: +352 26 72 16 30                                 

info@rim.lu

 

Laufzeit:                   

März 2011 bis Februar 2014

 

Budget:                     

Gesamtausgaben: 94.619,03 ‚ā¨